Heilung

Ich bin überzeugt: das Wissen über Traumata – wie sie entstehen, wie verbreitet sie sind, was die Folgen sind – und die Bewusstheit über unsere Traumatisierungen kann die Welt verändern.

Warum ist das so?

Ungeheilte Traumata formen unsere Zukunft

Wir formen unsere Zukunft im Hier und Jetzt – durch unsere Gedanken, durch unsere Worte, durch unsere Taten. Mit den Absichten, die wir verfolgen und den Entscheidungen, die wir treffen, gestalten wir die Welt, in der wir leben werden.

Wenn wir uns unserer Traumatisierungen nicht bewusst sind, wenn wir sie ignorieren oder verdrängen, dann beherrschen unsere alten Wunden unser Hier und Jetzt. Wie ein dunkler Schleier legen sie sich über unsere Wahrnehmung, prägen unsere Erfahrung im Hier und Jetzt und formen den Blick auf uns selbst, auf andere Menschen, auf unsere Beziehungen, auf unsere gesamte Welt. 

Alles, was wir sehen, denken und fühlen, wird dann durch unsere Traumatisierungen verzerrt. Dann sind wir gefangen in den Traumadynamiken, reinszenieren unsere alten Verletzungen immer wieder neu und unsere Zukunft wird von unserem ungeheilten Leid beherrscht.

“Trauma ist allgegenwärtig und beeinträchtigt unser ganzes Menschensein – unser Denken, unser Fühlen, unseren Körper und unsere Beziehungen zu anderen Menschen.”

Bessel van der Kolk

Psychiater und Traumaforscher

Trauma heilen

Wenn wir verstehen, wie weit verbreitet Traumata sind, wenn wir uns mit unseren eigenen Verletzungen auseinandersetzen und uns den damit verbundenen Erfahrungen öffnen, dann können unsere alten Wunden heilen. 

Dieser Weg zu Heilung und Wachstum braucht viel Behutsamkeit und Mitgefühl für uns selbst. Es kann ein langer Weg sein, den wir manchmal nur langsam gehen können und auf dem wir Unterstützung brauchen. Aber es ist ein Weg, der sich lohnt.

Denn so können wir unsere Verwundungen heilen und die schmerzhaften Erfahrungen integrieren. Dann können wir trauern, die Vergangenheit loslassen und den Kreislauf der Traumatisierungen durchbrechen. Und unsere Angst, unsere Wut, unser Schmerz kann sich in Weisheit und Mitgefühl verwandeln – für uns selbst und für einander.

Deshalb hat das Wissen über Traumata und die Bewusstheit über unsere eigenen Traumatisierungen das Potential, die Welt zu verändern.

Unterstützung finden

Wenn Du Dich auf diesen Weg machen und Deine alten Wunden heilen möchtest, dann möchtest Du vielleicht Unterstützung dabei haben. Ob dabei Therapie oder Coaching das Richtige für Dich ist, hängt davon ab, wie ausgeprägt die Traumafolgen sind.

Therapie oder Coaching?

Falls Du intensive Flashbacks hast, mit Suchtproblemen kämpfst, an Depressionen oder Panikattacken leidest, Dir Selbstverletzungen zufügst oder gar Suizidgedanken hast, solltest Du Dir unbedingt Hilfe bei einem Therapeuten suchen. Auf der Webseite der DeGPT (Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie) findest Du Traumatherapeuten.

Falls die Auswirkungen nicht so gravierend sind, Du aber in Deinem Leben immer wieder mit bestimmten Probleme haderst, die einem erfüllten Leben im Weg stehen, dann kann Coaching der richtige Weg für Dich sein.

Egal ob Du ich für Therapie oder Coaching entscheidest, die persönliche Beziehung zu Deinem Therapeuten oder Coach ist ein wesentlicher Aspekt. Er oder sie muss der für Dich passende Begleiter sein, zu dem Du Vertrauen hast und mit dem Du Dich wohl fühlst.

Manchmal brauchen wir jemanden, der uns an unsere eigene Kraft erinnert. Jemand, der uns ermutigt, an unsere Träume zu glauben und unsere Wahlmöglichkeiten zu erkennen. Jemand, der uns ein Stück auf unserem Weg begleitet und uns die Hand reicht, wenn der Weg mal schwierig ist.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du die Unterstützung findest, die genau die Richtige für Dich ist.

Ich wünsche Dir auf Deinem Weg ganz viel Zuversicht und vor allem Geduld und Mitgefühl für Dich selbst.