Gewaltfreie Kommunikation

Wie können wir klar und deutlich für uns einstehen und ganz offen und ehrlich sagen, wie und worum es uns geht? Und unserem Gegenüber zugleich voller Achtung und Respekt begegnen?

Wie können wir kraftvoll für unsere Anliegen eintreten, ohne dadurch unsere Beziehungen aufs Spiel zu setzen? Sie gerade dadurch tiefer werden lassen?

Wie können wir Beziehungen so gestalten, dass sie lebendig bleiben und uns trotzdem sicheren Halt geben? Dass wir den Raum bekommen, den wir brauchen und uns trotzdem tief verbunden wissen?

Unsere Alltagssprache

In unsere Alltagssprache gibt es Denk- und Sprachmuster, die oft verhindern, dass wir einander wirklich verstehen und die eher zu Verletzung und Distanz führen: Wir versuchen, unsere Anliegen durchzusetzen, indem wir andere anklagen, ihnen Vorwürfe und richtig Druck machen.

Und je wichtiger uns ein Anliegen ist – umso mehr greifen wir zu diesen Mitteln. Wir glauben dann, dass andere verlieren müssen, damit wir bekommen, was wir brauchen.  Dann geht es oft nur noch darum, wer schuld ist – und mit immer drastischeren Mitteln versuchen wir Recht zu haben und uns durchzusetzen – koste es, was es wolle.

Und dann kämpfen wir gegeneinander oder ziehen uns frustriert und verletzt zurück – statt Kontakt zu suchen und gemeinsam um gute Lösungen zu ringen. Das ist tragisch, denn so eskalieren Konflikte und wir landen in destruktiven Teufelskreisen. Dabei versuchen wir doch eigentlich, uns für unsere Anliegen einzusetzen. Und bewirken doch, dass wir nicht bekommen, was wir wirklich brauchen. Und in unseren Beziehungen herrscht dann Streit oder sprachlose Distanz.

Was ist die Alternative?

Wir können unsere Aufmerksamkeit bewusst immer wieder darauf richten, was uns wirklich wichtig ist: auf das, was im Kern unser Anliegen ist und auf die Werte, an denen wir unser Leben ausrichten wollen. Wir können unsere Aufmerksamkeit auf die Qualität der Beziehung richten, die wir uns wünschen. Wir können das Wohl und die Anliegen unseres Gegenübers ebenso ernst nehmen, wie unsere eigenen.

Und wir können uns bewusster werden, welche Wirkung unser Handeln haben wird – und ob dies im Einklang mit unseren Werten ist. So können wir – wie Gandhi es formuliert hat – selbst die Veränderung sein, die wir uns für diese Welt wünschen.

Gewaltfreie Kommunikation

Gewaltfreie Kommunikation ist ein leicht verständliches und sofort anwendbares Werkzeug, um diese Haltung der Gewaltfreiheit zu entwickeln. Sie verbindet eine klare Sprache mit einer wertschätzenden Haltung. Die Gewaltfreie Kommunikation wurde von Dr. Marshall Rosenberg entwickelt, dem amerikanischen Psychologen und international tätigen Mediator. Sie vereint ein humanistisches Menschenbild mit Gandhis Konzept der Gewaltfreiheit. Der Begriff gewaltfrei kann leicht missverstanden werden: in keiner Weise geht es darum, angepasst und nett zu sein oder Konflikten aus dem Weg zu gehen. Im Gegenteil – es geht darum, ehrlich und authentisch zu sein und kraftvoll für die eigenen Anliegen einzustehen. Und dabei zugleich die Anliegen anderer genauso ernst zu nehmen und fair miteinander umzugehen. 

Intensiver Weg der Persönlichkeitsentwicklung

Gewaltfreie Kommunikation ist ein intensiver und wirkungsvoller Weg der Persönlichkeitsentwicklung. Sie führt zu …

  • größerer Bewusstheit, was Dir im Kern wichtig ist
  • mehr Wahlmöglichkeiten und größerer innerer Freiheit
  • mehr Verantwortung für Dich und Dein Leben – und damit mehr Möglichkeit, Dein Leben zu gestalten
  • tieferen und lebendigeren Verbindungen zu Dir selbst und zu anderen Menschen
  • größerem inneren Frieden und damit auch mehr Frieden im Außen

Leicht verständlich – sofort anwendbar

Gewaltfreie Kommunikation bietet einen konkreten Leitfaden, um auch in schwierigsten Situationen das Wesentliche zu sagen und zu hören. Die Gewaltfreie Kommunikationen ist

  • leicht verständlich
  • sofort anwendbar
  • unter den härtesten Bedingungen erprobt

Die Gewaltfreie Kommunikation wird inzwischen von Trainern in über 40 Ländern weitergetragen und weiterentwickelt und findet in allen gesellschaftlichen Bereichen Anwendung: in Kindergärten und Schulen ebenso wie im Gesundheits- und  Sozialwesen, in Politik, Wirtschaft und Justiz.