Sag nie konkret, was Du möchtest!

Geht es Dir auch so, dass immer mal wieder was in Deinem Leben geschieht, das Dich echt nervt oder gar so richtig auf die Palme bringt? Eine echte Chance zum Unglücklich sein.

Ein Beispiel:

Dein Kollege telefoniert so laut, dass Du in Deiner Konzentration gestört bist? Sag jetzt auf keinen Fall: „Du, könntest Du bitte leiser reden?“ Oder gar: „Bitte geh doch für längere Telefonate in einen Besprechungsraum. Okay?“ Sondern bleib unkonkret und negativ. Du erkennst, dass Du auf dem richtigen Weg bist, wenn Du Worte wie nicht, nie, kein verwendest. Oder Vor- und Nachsilben wie un- oder -los. Bau noch ein paar Verallgemeinerungen ein (immer, ständig, etc.). Sag also Sätze wie:

  • „Würdest Du bitte in Zukunft nicht immer so laut und rücksichtslos sein!?“

So kannst Du ziemlich sicher sein, dass Dein Kollege dies als Vorwürfe hört und alles macht, nur nicht das was Du gerne hättest.

Ein anderes Beispiel:

Das Zimmer Deines Sohnes sieht aus wie ein Schlachtfeld: Spielzeug und Bücher sind kreuz und quer im Zimmer verstreut, schmutzige Hosen und T-Shirts liegen überall auf dem Boden herum. Sag jetzt nicht: „Manuel, bitte verstau bis zum Abendessen Dein Spielzeug in die Schachteln und stell die Bücher zurück ins Regal. Ach und schmeiß doch bitte noch die Hosen und T-Shirts in den Korb mit der Schmutzwäsche. Okay?“ Das ist so klar und deutlich und klingt gleichzeitig so undramatisch und wertschätzend, dass Dein Sohn dies glatt tun könnte. Also eine echte Gefahr für Dein Unglück. Sag also lieber sowas wie:

  • „Manuel! Wie sieht es denn hier wieder aus. Sei gefälligst nicht immer so unordentlich!“
  • „Manuel, wehe Du räumst nicht SOFORT dein Zimmer auf. Dann kriegst Du Ärger.“

So kannst Du sicher sein, dass er es – wenn überhaupt – nur mit Widerwillen tun wird und es Dir in irgendeiner Form heimzahlt. Dein Unglück ist gesichert.